Heizölpreise fallen in Hamburg am 17.07.2019 um ca. € -0,59 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Mittwoch um ca. € -0,59 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 – Tanklagergebiet) kostet heute EUR 68,50 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.037,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2019: € 68,17 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
17.07.19 67,91 € pro 100 Ltr. 2.037,- € für 3.000 Ltr. -0,59 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am Dienstag um -1,96 US-Dollar je Barrel gefallen. Am heutigen Mittwoch notiert der Ölpreis weiter unterhalb der Marke von 58 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 57,75US-Dollar. Das waren +0,13 US-Dollar je Barrel mehr als am Dienstagabend (Schlusskurs: 57,62 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Hurrikan im Golf von Mexiko führt zur Drosselung der Ölproduktion in den USA
+ Iran scheitert beim Versuch britischen Öltanker festzusetzen
+ Trump will Iran-Sanktionen erneut verschärfen
+ Abbau von Rohöl- und Benzinlagerbeständen in den USA gem. Department of Energy
+ Rußlands Ölproduktion Anfang Juli gesunken
+ Sturmtief im Golf von Mexiko bedroht Ölanlagen
+ Iran verstößt gegen Atomabkommen
+ China und USA starten Handelsgespräche neu
+ USA haben Sanktionen gegen den Iran verschärft

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
– Bearisher Monatsreport Energy Information Administration (EIA)
– Analysten: Marktlage dürfte auch 2020 schwach bleiben
– Kasachstan steigert Ölförderung am Kashagan Ölfeld
– USA und China belegen sich gegenseitig mit hohen Strafzöllen

Marktlage
Ein Sturm im Golf von Mexiko hat mittlerweile zur Evakuierung mehrerer Ölplattformen in der Region geführt. Insgesamt wurde die Ölförderung um -32% bzw. um etwa -603.000 Barrel pro Tag (B/T) gedrosselt. Der Sturm könnte schon heute zu einem Tropensturm und am Freitag sogar zu einem Hurrikan heraufgestuft werden. Neben den Abschaltungen in der Ölförderung wird vor allem die Gefahr für die Raffinerien groß sein. Die Auswirkungen der starken Regenfälle und der Springflut werden sich ab Freitag und Samstag zeigen, so der Meteorologe Jim Roullier, von der Energy Weather Group, der annimmt, dass das Schlimmste erst noch kommen wird. Im Bereich der Straße von Hormus soll der Iran versucht haben einen britischen Öltanker in internationalen Gewässern unter Kontrolle zu bringen. Der Tanker kreuzte zuletzt im Persischen Golf, da man sich um die Sicherheit des Schiffs und seiner Besatzung bei einer Passage der Meeresenge sorgte. Der Iran hatte mit einer solchen Vergeltungsmaßnahme gedroht, nachdem britische Spezialeinheiten einen Öltanker bei Gibraltar festgesetzt haben. Durch das Einschreiten der britischen Fregatte HMS Montrose konnte dies allerdings abgewendet werden.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
03.07.19 – Die Analysten bei Morgan Stanley haben nach der jüngsten Entscheidung der OPEC+ sofort reagiert und ihre langfristige Ölpreisprognose für die Ölsorte Brent von 65 auf 60 US-Dollar herabgesetzt, auch wenn der Markt für 2019 aktuell als ausbalanciert angesehen werden kann. Bei der Rabobank hingegen sieht man die Möglichkeit, dass ein knapper werdender Markt zum Jahresende hin stützen könnte. Die Ölbestände sollten deutlich fallen, während die Raffinerieauslastung in Vorbereitung der Umstellung beim Schiffsdiesel Anfang 2020 zulegen wird, so Ryan Fitzmaurice, von der Rabobank.

01.07.19 – Dem Analysten Damien Courvalin von Goldman Sachs zufolge könnte die am 01.07.19 beschlossene Verlängerung der Produktionskürzung der OPEC+ dazu führen, dass die Bank ihre Ölpreisprognose für 2020 von derzeit 60 US-Dollar pro Barrel für die Ölsorte Brent senkt. Zwar könnte die Maßnahme der Organisation zunächst dazu führen, dass der Brent-Preis die Prognosen der Bank für den Rest des Jahres übersteigt. Diese liegen derzeit für das dritte Quartal bei 65,50 US-Dollar pro Barrel und für das vierte Quartal bei 62 US-Dollar pro Barrel. Der stützende Effekt der OPEC-Entscheidung werde sich laut Courvalin jedoch als „vorübergehend“ erweisen, da die Produktionskürzungen andere Produzenten dazu bewegen werde, mehr Öl zu fördern. Daher könnte die Preisprognose von Goldman Sachs für das kommende Jahr mit 60 US-Dollar pro Barrel zu hoch gegriffen sein.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.

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